Der Glanz vieler Epochen

Grand Hotel Villa Serbelloni, Comer SeeDas erstemal, als ich den Comer See besuchte, war ich berauscht von seinen lieblichen Farben, Düften, Bildern und Weinen. Inzwischen war ich viele Male dort. Der Sinnenrausch hat nie nachgelassen.

Selbst an regnerischen und grauen Tagen hat man das Gefühl, an einem der schönsten Orte der Welt zu reisen. Goethes italienisches Tagebuch ist voll mit euphorischen Berichten über die oberitalienische Alpenregion um den Gardasee. Der sich in seiner Lieblichkeit nicht wesentlich vom Comer See unterscheidet, an dem die Villa Serbelloni bei Bellagio ans Seeufer gebaut wurde. Und Don Alphonso, Blogger der ‘besseren Gesellschaft oder dem, was heute noch davon übrig ist’, bezeichnet die Gegend um den Gardasee “nicht ganz zu unrecht als einen der schönsten Orte der Welt, .. was von der Heide nach meinem Wissen noch nie ernstlich behauptet wurde. Da sind Gott bei der Schöpfung die Ideen ausgegangen, sagte mal jemand, der von dort stammt”.

Vermutlich hat sich Gott auf Oberitalien konzentriert und dann erst München zugewandt, denn Don Alphonso flüchtet des öfteren von München aus in die Gegend der oberitalienischen Bergseen und ist nicht der einzige Fan, denn schon zu Beginn der Entwicklung des Massentourismus hat diese Region all ihre Besucher in Bann gezogen.

Das Grand Hotel Villa Serbelloni profitiert zweifellos von dieser Umgebung und den Naturwundern, erst auf und in dieser Bühne kann es seinen epochalen Glanz richtig entfalten. Die Villa verströmt die Grandezza einer alternden Diva, die in jeder Situation weiß, welcher Respekt ihr gebührt. Die Besitzer des Grand Hotels lassen ihre Gäste daran teilhaben und geben das Gefühl, Teil einer Gesellschaft von Very Important People zu sein. Deckenfresken, Lüster aus Muranoglas, goldverzierte Spiegel – der ehemalige Palazzo wurde 1873 in ein Luxushotel verwandelt und manche Liebesgeschichte nahm hier ihren Anfang.

Von äußeren Reizen und inneren Genüssen

Wer es nicht weiß, vermutet kaum hinter der ehrwürdigen Fassade ein modernes Küchenkonzept. Gastronomiechef Ettore Bocchia, mit einem Michelinstern ausgezeichnet, hat die weltberühmte italienische Küche mit den Rezepten der Molekulargastronomie erweitert und verfeinert. 2002 wurde auf italienischem Gebiet in der Villa Serbelloni das erste Gericht serviert, das mit den Rezepturen der Cuisine moléculaire zubereitet wurde. Die Methoden der Molekularküche basieren auch auf Erkenntnissen der modernen Lebensmitteltechnologie, um Gerichte mit völlig neuartigen Geschmacksrichtungen und Eigenschaften zu erzeugen. Fisch in der Villa Serbelloni wird fein verpackt in Lauchblättern, in einer speziellen Zuckerlösung mit 190° Grad zubereitet. Die hohen Temperaturen und kurze Garzeit ermöglichen den Erhalt der vollen Frische des Meeres. Warmes Gelee, Bonbons aus Olivenöl und Eis, das mit flüssigem Stickstoff in wenigen Sekunden (26 sec. bei -196°) aufgeschlagen wird. So bilden sich keine Eiskristalle und das Eis zergeht im Mund. Mit überraschenden Kombinationen von Zutaten, Aromen, Geschmackrichtungen wie süß und salzig, Temperaturen und Texturen sind die Gerichte der molekularen Küche auch eine Schule der Sinneswahrnehmung und sie kokettieren mit den Methoden moderner Kunst.

Ettore Bocchia serviert Gerichte der traditionellen italienischen Küche und der Molkularküche zusammen mit den besten Weinen aus der Gegend. Was will man mehr?

Es bleibt ein nie endender Sinnenrausch auch die nächsten Jahre noch.

Das Grand Hotel Villa Serbelloni ist während der Sommersaison bis 31. Oktober geöffnet und über beTravel Reiseagentur buchbar.
Telefon 0711 520 89 69 0 oder Email

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Eine Antwort auf Der Glanz vieler Epochen

  1. Es ist so ein wunderschöner Ort mit einem wirklich hervorragenden Atmosphäre.

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