Ein Freund kaufte sich vor zwei Jahren ein Ferienhaus am Balaton. Was wertbeständiges. Eine Anlaufstelle für immer währendes Ferienglück. Nur 40.000 Euro. Preisgünstig und zukunftssicher.
Dachte er. Der Pferdefuß kam etwas später. Ein Einbruch, ein zweiter. Verwüstungen, Ärger, Aufregung, unfreiwillige Hinfahrten, Zeitaufwand, kostspielige Reparaturen. Kurz, er war die Sache leid und wollte das Objekt verkaufen. Seither hat er eine Wertanlage auf dem Papier. Geschätzter Verlust ca. 45.000 Euro.
Das tut weh. Ich vergleiche diese Summe mit den Möglichkeiten, die man hätte, wenn man die Reisebranche gut kennt, alle Möglichkeiten auschöpft und sich für diesen Betrag die Ferienhäuser, sprich Hotels weltweit aussuchen kann. Nach und nach. In allen Ländern dieser Erde. Mit allem Service, den man sich wünschen kann.
Zugegeben, es ist kein eigener Besitzstand, aber wer die Abwechslung liebt und Reisen als Erfüllung betrachtet, für den fällt die Entscheidung leicht.
Ich habe kein Ferienhaus.

Das Spezialitäten-Restaurant Wine Vault im Hotel Monte Mulini
Foto: © bT




Das ist zwar sehr traurig, aber auch ertwas reichlich blauäugig. Wennman ein Haus in einem fremden Land besitzt, sollte man es nicht unbeobachtet lassen, will sagen, man sollte sich möglichst sehr schnell mit Nachbarn anfreunden, sodaß sie ein Auge darauf haben. Die Rolläden sollten regelmäßig auf und zugemacht werden, Licht in unregelmäßigen Abständen in un am Haus ein und ausgeschaltet werden und im Winter Schnee schieben nicht vergessen. Das Haus muß bewohnt erscheinen. Ein Haus, das imn Deutschland monatelang unbewohnt erscheint, läuft auch Gefahr, unliebsamen Besuch zu bekommen.
Der Freund sollte sich einen Makler suchen, wenn er das Haus verkaufen will. Allerdings sollte er Zeit zum Verkauf haben. Momentan ist die Immobiliensituation am Plattensee (wie in ganz Ungarn) nicht gerade rosig. Oder er verkauft weit unter Preis.
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