Diskussion zum Urlaubsverhalten der Zukunft

Klimaveränderungen durch zunehmenden FlugverkehrDas Klima schwitzt. Die Temperaturen steigen. Das Eis der Arktis schmilzt. Abhilfe tut not. Sollen wir alle nicht mehr verreisen? Emissionen sparen? Ist der einzelne Reisende der Sündenbock, wenn es ums Klima geht? Muss der Urlaub ganz gestrichen werden? Sag uns Deine Meinung.

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  • Warum soll ich auf Reisen, Urlaub, Weiterbildung, Erholung verzichten, weil die Gesamtentwicklung schief läuft? Klar soll man im Kleinen beginnen, aber wenn Politik und Katastrophen zusammenfallen, dann spielt mein Minibeitrag keine Rolle mehr.

  • Auf den Urlaub verzichten???? Ganz???? Ick glob ick spinne. Da ist doch wat andres faul im Gebälk.

  • Bin ich ganz deiner Meinung GRS!! Warum soll ich auf meinen Urlaub verzichten?!So viele Schadstoffe produziere ich doch nicht! Jeder sollte ein bisschen umdenken und versuchen umweltbewusst zu leben.
    Aber deswegen muss man ja nicht gleich übertreiben! Urlaub ist etwas wichtiges für die Seele.
    Ohne Urlaub, ja wo soll man dann noch richtig Kraft für die nächste Lebensetappe tanken?
    Es ist wichtig sich und andere für das Thema stark zu machen.
    Eine einzelne Stimme ist nicht laut, aber viele Stimmen zusammen ergeben einen Chor.
    In der Welt der Großen sollte das auch so laufen, mal schauen ob wir das noch erleben

  • Genau. Einmal im Jahr brauch ick ne Auszeit. Sonst verkümmert man doch geistig und seelig. Ok, das geht auch zuhause oder im Nachbarort oder sonstwo, aber man brauch auch mal Inspiration durch fremde kulturen und Einflüsse. Und hier ist Transport angesagt und Reisen. Also muss ich die Umwelt verschmutzen. Aber das mach ich doch auch zuhause, oder im Nachbarort?? So what? Das macht nicht so extremen Unterschied.

  • Jeder muss bei sich selbst beginnen. Nur dann hat man das Recht auf Andere mit Fingern zu zeigen.

  • Gut, Kimaerwärmung ist ein Urlaubsthema, aber doch nicht nur? Was solln das? Das ist doch insgesamt ein Thema,das alles betrifft, Politik in erster Linie, Industrie, Wirtschaft, Gesellschaft, Entwicklungsgeschichte, Wachstum, Globalisierung usw….
    Also was soll die Reduzierung nur in Bezug auf den Urlaub? Sicher. Das ist ein kleiner Tropfen auf den heissen Stein. Und steter Tropfen höhlt den Stein. Man muss was tun. Aber insgesamt. Vorschläge erbeten!

  • soll ich jetzt mit dem zug ins allgäu und mit dem fahhrad die donau entlang? keine frage, das ist ja ok, nur nix für mich.
    die diskussion ist hysterisch und in meinen augen glaubensterror. das kommt nicht gut an bei mir.

  • Die Auswirkungen der Klimaveränderungen werden unterschiedliche Folgen in einzelnen Urlaubsregionen haben. Das zeigen aktuell die Waldbrände, die Griechenland derzeit heimsuchen. Hier muss schnell eine tiefgreifende Debatte einsetzen, die auf alle Aspekte des Problems eingeht. Dazu zählt die Verfolgung der kriminellen Brandverursacher, der schonende Umgang mit natürlichen Resourcen und vorbeugende Massnahmen durch Tourismusbehörden und Wirtschaft. Nicht nur der Einzelne ist gefordert, sondern Alle: Behörden, Politik, Einwohner und Touristen.

  • Einzelne EU-Staaten haben sich langfristeige Klimaziele gesteckt. Klimaziele in Europa zeigt die Intentionen der nationalen Regierungen.

  • Die bewusst gelegten Brände in Griechenland und Italien haben mich echt schockiert! Da seht man mal wie korrupt und geldgierig die Welt doch ist. Die Bäume haben sicher Jahrzehnte benötigt um zu wachsen und sind alle in wenigen Stunden einfach verkohlt!!Wenn wir so weitermachen zerstören wir uns noch selbst!Da muss endlich mal jemand eingreifen!

  • wer sagt dass die brände bewusst gelegt worden sind? das schreibt die regierung doch blos weil sie unfähig sind un nen sündenbock brauchen.
    die sind so korrupt und daneben, dass sie nicht mal nen plan haben was passiert wenn die sonne 3 monate runterbrennt und die felder und wälder so trocken sind und 1 funken genügt, das alles lichterloh brennt.
    selbst wenn es stimmt, dass es brandstifter waren, dann kann man trotzdem nen plan haben, dass es nicht so in die hose geht wie diesmal. meine meinung.

  • Die Meinung von sundy hat einen wahren Kern. Man kann beobachten, dass es rund ums Mittelmeer seit Jahren immer heisser und trockener wird. Die Regierung von Griechenland hätte also gewarnt sein müssen. Wenn nichts passiert ist, ist es durchsichtig und unfair, die Schuld Brandstiftern in die Schuhe zu schieben. Die mag es durchaus geben, aber nicht in dieser Zahl und nicht so flächendeckend wie wir gesehen haben. Was hat die griechische Regierung dagegen unternommen? Nichts. Sie war hilflos.
    Ein lächerlicher Anblick.

  • Der Wiener Freizeitforscher Peter Zellmann, Leiter des Instituts für Freizeit- und Tourismusforschung prognostiziert für die kommende Zeit ein geändertes Urlaubs- und Freizeitverhalten. Kurztrips werden die klassische 2-Wochen Pauschalurlaubsreise ersetzen. Unerträgliche Hitze in den Mittelmeerländern würden Länder wie Österreich, Deutschland und Frankreich wieder attraktiver für Urlaubsziele machen.

    Klimafreundliche Reisen, um die Umwelt etwa mit Wandertouren, Rad-Trips oder dem Verzicht auf Fernflüge zu schonen, ließen “das Gros der Urlauber weitestgehend unbeeindruckt”, meinte Zellmann. Eine deutliche Veränderung im Verhalten werde sich indes nicht in den kommenden fünf bis zehn Jahren ergeben.

  • Vielleicht liegt der Traum des klimafreundlichen Fliegens gar nicht so fern!Denn wie ich gestern gelesen habe liegen die Fluggesellschaften nicht auf der faulen Haut rum, sondern stecken viel Geld und Energie in die Entwicklung für ein klimafreundlicheres Fliegen. Allen voran der Milliardär Sir Richard Branson, Chef und Inhaber einiger Fluggesellschaften. Jeden Cent an Gewinn investiert der britische Milliardär mit seiner Airline Virgin Atlantic in die Entwicklung eines Bio-Treibstoffs für Flugzeuge. Sein ehrgeiziges Ziel: Ein Ersatz für Kerosin finden. Diese Pläne sollen schon innerhalb der nächsten 5 Jahre verwirklicht werden und somit uns und unsere Umwelt retten. Hoffen wir mal, dass er Erfolg hat ;)

  • Cool.

  • >> Genau. Einmal im Jahr brauch ick ne Auszeit. Sonst verkümmert man doch geistig und seelig.

    Richtig. Reisen kann man nicht nur von der wirtschaftlich, ökologischen Seite betrachten. Jetzt mal ernst. Stellen wir uns die Situation vor, es gäbe ein Gesetz, das alle Reisen verbietet, weil nur so die Erde gerettet werden könne. absurd, oder? Der Mensch würde so oder so verkümmern.
    Dann müssen wir uns ganzh was anderes einfallen lassen.

  • Ein wesentliches Merkmal der Klimaveränderung ist der Anstieg des Meeres. Durch die Erderwärmung ist der Meeresspiegel im 20. Jahrhundert um 20 cm. gestiegen. Wobei hier das Abschmelzen der Pole noch nicht einmal berücksichtigt wurde. Viele touristische Gebiete, welche sich am Meer befinden werden somit in der Zukunft bedroht sein. Traumziele wie die Malediven und Seychellen werden als Folge restlos verschwinden, geschweige denn von Weltmetropolen wie Venedig oder New York. Wie sollen wir uns denn davor schützen? Mit Deichen und Dämmen?

  • Die Zeichen des Klimawandels sind zu erkennen. Seit 1997 erlebt die Menschheit global die wärmsten Jahre seit Beginn der Messungen. 2005 und 2006 waren die heißesten Jahre überhaupt. Extreme Umweltereignisse wie Stürme, Hochwasser und Hitzewellen nehmen zu. Eins ist klar, irgendetwas bahnt sich doch da an. Wobei ich befürchte, dass sich der Klimawandel bisher noch in bescheidener Form zeigte, und noch andere Ausmaße annehmen wird.

  • > Die Zeichen des Klimawandels sind zu erkennen. Seit 1997 … etc.
    @ Carrie
    Ist doch alles bekannt. Die Frage ist doch, was kann und soll ich als Einzelner dagegen tun? Antwort: Minimal wenig. Es ist ein globales Thema, mit globalen Auswirkungen und kann nur global gelöst werden. Das ist keine Entschuldigung für das Individuum, aber die Antwort auf den richtigen Ansatz. Natürlich kann und muss man auch im Kleinen anfangen, aber gelöst werden kann es nur, wenn der Faktor hoch 18 reinkommt. Also Dimensionen, die meine Wenigkeit lächerlich winzig erscheinen lassen.

  • @lemmerz
    Klar ist es ein globales Thema, aber wenn jeder meint er könne nur minimal wenig tun wie du, kommen wir auch nicht vorwärts. Es kann niemals Faktor hoch 18 kommen, wenn jeder diese Aufgabe anderen in die Schuhe schiebt und sich vor der Verantwortung drückt. Viele kleine Fische ergeben einen Schwarm!Denk mal darüber nach!!

  • und viele kleine Lügen keine Wahrheit.
    Das Kyoto Protokoll soll von allen Regierungen unterzeichnet und respektiert werden. Die Industrie muss ihren CO2 Ausstoss um 30 % senken. Dann passiert was, aber erst dann.

  • Nachtrag:
    Heute kam die Meldung in den Nachrichten, dass die Flughäfen Berlin und Frankfurt höhere Start- und Landegebühren für Flugzeuge mit hohem Schadstoffausstoss verlangen werden. Das genau meine ich. So gehts. Und nicht anders.

  • Hey Leute habe eure Diskussion interresiert verfolgt und muss sagen, dass man die ganze Sache zwar auch, aber nicht NUR der Industrie zuschieben kann. Es ist doch längst bekannt, dass auch weitere Faktoren hierbei mitspielen. Nehmen wir doch nur mal zum Beispiel die Kühe: Sie stossen duch ihre gasförmigen Absonderungen weitaus mehr CO2 aus als Autos! Gut wir können jetzt nicht alle zwangsschlachten, aber sollten uns dennoch Gedanken darüber machen. Man kann sich nicht nur auf einen Zweig versteifen und andere Einflüsse einfach verleugnen!

  • Als Vielflieger weiss ich, dass ein Flugzeug ziemlich viel Dreck verursacht. Lufthansa bietet derzeit seinen Kunden auf freiwilliger Basis einen Emmissionsausgleich an. Das klappt jedoch nicht, weil niemand bereit ist, mal eben für den Flug mehr Geld zu zahlen. Hier geht Netjets einen anderen Weg, den ich vernünftig finde. Da muss der Kunde, ob er will oder nicht, automatisch zahlen. Bis 2012 sollen die Flüge CO2 neutral unterwegs sein. Hoffentlich ziehen die anderen Fluggesellschaften mit!

  • Spannend, was heier so los ist. Das macht richtig Spass zu lesen. Die Diskussion ist in der Tat voll aktuell und ich will nur sagen, was hier noch nicht angeklungen ist. Es ist eine Kombi von beidem… individuellem Umdenken und politischen Entscheidungen. Hier finde ich unsere Angie top konsequent und wenn alle Politiker so denken würden, wäre es um Vieles besser in der Welt.

  • Wie der Klimawandel das Reiseverhalten verändert, diskutiert die Welttourismusorganisation auf der UNWTO Konferenz aktuell in Davos. Es werden grosse Veränderungen prognostiziert.

  • ola,
    habt ihr was gehört von atmosfair http://www.atmosfair.de/
    Das ist interessantes projekt.

  • atmosfair.de ist eine super Sache. Wenn man auf das Fliegen mal nicht verzichten kann, braucht man nicht gleich ein schlechtes Gewissen zu haben. Einfach nur Abflughafen und Zielflughafen eingeben und atmosfair berechnet deinen persönlich verschuldeten Emissionsausstoss. Hab von Stuttgart nach New York einen Ausstoss im Wert von knapp 80 EUR errechnet bekommen! Und soviel ist mir meine Umwelt auch wert, schließlich habe ich mit meinen 25 Jahren noch einige Jahre in ihr zu leben.

  • “Der ehemalige Bundesumweltminister Prof. Klaus Töpfer hat die Deutschen aufgerufen, eher seltener, dafür aber pro Reise länger zu verreisen, um dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.”
    War das etwa ernstgemeint, frage ich mich ernsthaft?

  • Die Anregungen von Klaus Töpfel sorgten auf dem BTW-Gipfel ja nicht gerade für Begeisterung unter den Zuhörern. Aber was ist eigentlich so falsch an dieser Ansicht. Man kann eben nicht im Saus und Braus leben (tausend mal im Jahr fliegen) und sich später beschweren, das alles weg ist, in unserem Fall unsere Ozonschicht. Das selbe Problem ist überall zu finden. Wir können zum Beispiel unsere Rohstoffe nicht bis zum letzten Anschlag ausschöpfen um dann zu meckern, dass keine mehr da sind, oder unser Geld ausgeben bis wir arm sind. Zurückstecken heißt hier die Devise und diese Einsicht sollte sich so langsam mal in unser Gehirn einbrennen. Und sind wir mal ehrlich: Einmal im Jahr lange Uralub zu machen reicht doch wirklich vollkommen aus und ist viel erholsamer als diese stressigen Kurzreisen.

  • Umweltgerechtes Reisen wird immer wichtiger. Der Zusammenhang zwischen CO2-Emmission, Urlaubsverhalten und Klimawandel ist unbestritten. Wir können uns nicht erlauben, den Kopf in den Sand zu stecken handeln nach der Devise: Nach mir die Sintflut. Was ist mit unseren Kindern und Nachfahren?

  • Klimarettung, dies hat sich unsere Angie auf die Fahnen geschrieben. Um dies durchzusetzen werden wir mit einer nicht mehr tragbaren Steuerlast belegt. Klar, mit ihr keine neuen Steuererhöhung, wers glaubt wählt sie wieder und wird sich wundern.
    Uralub der Deutschen, natürlich im eigenen Land, am besten mit Fahrrad oder zu Fuß. Sie fährt ja auch in die Berge zum Wandern. Gut vor einigen Monaten überzeugte sie sich höchstpersönlich von der Gletscherschmelze. Sie flog mit einem Sonderflug dort hin und mit einem Hubschrauber übern Gletscher…………
    WAS LASST IHR EUCH ERZÄHLEN ?
    Klimawandel gab es schon immer und der iss auch mit Geld nicht zu stoppen.
    Man macht den Deutschen systematisch panische Angst, Politiker stecken das Geld in wahnwitzige Projekte und auf Umwegen in die eigene Tasche. Unternehmungen wie Atmosfair ? Sie wollen suggerieren man könne wenn man mehr bezahle sich von Schuld freikaufen??? Intelligente Umverteilung des Schadstoffausstoßes soll das Klima retten??? Wer da nicht reagiert wird mit ausländischen Hilfsprojekten geködert, genau solche Projekte die in deutschland durch die Grünen vielerorts verhindert werden???
    Ne, ne Leute mit mir nicht mehr. Ich fahre in meinen wohlverdienten Urlaub und das sicher nicht in Deutschland wo ich nur mit solch einem Raubrittertum berieselt werde, sondern ins Ausland, in den Süden, wo die Leute noch Spaß haben!

  • @ otto. Zwei Planeten unterhalten sich. Sagt der eine: Mist ich habe Homo Sapiens. Sagt der andere: Macht nichts, geht vorüber.

  • Urlaub im Jahr 2020
    In den nächsten zehn Jahren wird sich das Urlaubsverhalten deutlich ändern. Einmal aus Kostengründen, Fernreisen werden teurer werden, aber auch weil Urlaub in Mitteleuropa an Image gewinnt. Die einzelnen Urlaubsregionen müssen in saubere Umwelt investieren, Bioprodukte müssen überall erhältlich sein, ansonsten kommen immer weniger Gäste. :-)

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