Kreta – Trauminsel zum immer wieder neu entdecken

Wer glaubt er kenne Kreta, der kann dennoch immer wieder neue Ecken und Überraschungen erleben. So jedenfalls geht es mir immer, wenn ich auf Kreta bin. Dieses Mal möchte ich über eine ganz besondere Reise berichten, die nicht nur Strandurlaub, sondern auch viel Mystik und Geschichte mitnimmt.

Kalimera Heraklion!

Die meisten Flüge gehen nach Heraklion, die große Hauptstadt Kretas. Hier allein gibt es schon so viel zu entdecken, dass es für eine ganze Woche reichen würde. Traumhafte Strände an der Nordküste Kretas, das archäologische Museum, der Löwenplatz, genannt Platia Venizelou, mit seinem beeindruckenden Morosini-Brunnen und natürlich die weltberühmten Ruinen von Knossos.
Dieses riesige minoische Gebäudeensemble ist voll von göttlichen Mythen, labyrinthartiger Konstruktionen und schöner Wandmalereien. Am beeindrucktesten fand ich aber den Palast von Knossos, der übrigens der größte minoische Palast auf Kreta ist und mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel von Griechenland ausgezeichnet wurde. Leibhaftig werden hier die Sagen von Homer Wirklichkeit. König Minos, der Minotauros und viele andere Gestalten geistern noch immer in den Gemäuern.

Heraklion auf Kreta
Heraklion auf Kreta

Das Arkadi-Kloster

Die Griechen sind für ihre Gottesfürchtigkeit bekannt, so gibt es hier neben den Gläubigen auch viele Priester, Schwestern und Klöster. Das bekannteste in Kreta und zugleich Nationaldenkmal ist das Arkadi-Kloster. Dieses war übrigens bis zur Einführung des Euro auf dem 100-Drachmen-Schein abgebildet. Der Byzantinische Kaiser Arcadius ließ das Kloster im 5. Jahrhundert erbauen. Jedenfalls lautet so die Überlieferung. Dass dort auch der Mönch Arkadi lebte, ist jedenfalls sicher. Welche Rolle er bei der Erbauung spielte, ist jedoch nicht eindeutig belegt. Auf jeden Fall ist das Arkadi-Kloster bis ins 17. Jahrhundert belebt gewesen. Im Jahre 1866 wurde das Kloster samt 964 Menschen vom osmanisches Heer mit 15.000 Mann angegriffen. Nach tapferem, wenngleich aussichtslosem Widerstand starben schließlich fast alle Insassen. Die letzten sprengten sich und ihre Feinde selbst in die Luft. Dieser heldenhafte Untergang des Klosters und seiner Insassen wurde 1937 mit einer Steinplatte mit einer Inschrift zum Gedenken an die Ereignisse gewürdigt und erregte auch internationales Aufsehen. Für mich ist dieser Ort auf jeden Fall ein Muss, wenn man sich auf Kreta befindet!

Arkadi-Kloster
Arkadi-Kloster

Agios Nikolaos

Dieser Ort wurde nach dem heiligen Nikolaus benannt und ist samt seiner Umgebung einen Besuch wert. Auf jeden Fall anschauen sollte man sich das Archäologische Museum und die Halbinsel Spinalonga, die bis Mitte des 20. Jahrhunderts Leprastation und die letzte Leprakolonie Europas war. Wer hier etwas Station macht, der darf dann auch gleich ein bisschen weiter in die Lassithi-Hochebene, wo Ackerbau und Olivenbäume Tradition sind. Einen Besuch in einer Olivenfabrik lohnt sich sehr. Ich habe das hochwertige Öl selbst selbst probiert und viel über biologischen Anbau und die Bedeutung der Oliven für die Wirtschaft Kretas erfahren. Was mir zudem auffiel, waren die vielen Windräder mit ihren weißen Segeln. Sie wurden früher für den Antrieb der Wasserpumpen eingesetzt. Heute sind sie jedoch meistens nur noch Touristenattraktionen. Neben den Olivenfabriken sind hier auch viele Apfelbaumhaine und Mandelbaumplantagen zu finden. Einfach traumhaft diese Gegend.

Agios Nikolaos, Kreta
Agios Nikolaos, Kreta
Relaxen am Strand
Relaxen am Strand

Kreta hat noch viel mehr zu bieten als nur schöne Strände, schicke Tavernen und freundliche Griechen. Die griechische Hochkultur wird fast überall fühlbar und die Geschichte samt Ausgrabungen ist höchst spannend! Wer auch Lust auf Kreta bekommen hat und die erwähnten Highlights mitnehmen möchte, der sollte sich diese Reise hier mal genauer anschauen:

Kreta
Höhepunkte

4 Termine 2017
qualifizierte Studienveranstalterreise
Doppelzimmer, inkl. Flug
ab 1.495 € pro Person