Abenteuer Algarve: Portugals schönsten Ecken so nah wie nie

Für diesen Sommer habe ich mir etwas ganz Besonderes vorgenommen. Denn mein diesjähriger Urlaub soll kein gewöhnlicher Strandurlaub werden, bei dem ich den ganzen Tag einfach nur faulenze, ein gutes Buch lese und die Sonne genieße. Nein, dieses Jahr wird alles anders. Dieser Sommer wird aufregend, spannend, abwechslungsreich. Dieser Sommer wird ein Abenteuer. Mein Abenteuer.

Portugal Klippen
Portugal, Klippen

Faro

Meine Reise beginnt in Faro, genauer gesagt direkt am wunderschönen Yachthafen der südportugiesischen Stadt. Allein schon die vielen Bilder, die ich im Internet betrachten kann, bereiten mir große Lust, die Stadt, die vielen Sehenswürdigkeiten und die Einheimischen kennenzulernen. Wie ich mich kenne, werde ich mich, kaum angekommen und die Koffer ins Hotelzimmer gebracht, in die Altstadt aufmachen und auf Entdeckungstour gehen. Denn ich möchte natürlich so viel wie möglich aus meinem Portugalurlaub herausholen! Aber das versteht sich von selbst, oder? Algarve, here I am! Mich erwarten eine bezaubernde Altstadt, goldener Sandstrand, die alte Stadtmauer, der Stadtpalast Solar do Capitao-Mor und und und. Den ersten Abend lassen meine Reisegruppe und ich schließlich bei einem Glas Wein und angenehmer Musik ausklingen, bevor wir zurück in unser Hotel gehen und Kraft für die nächsten ereignisreichen Tage tanken.

Gebäude Faro
Gebäude in Faro

Das Ende der Welt

Nach einem stärkenden Frühstück begeben wir uns in das Land Heinrich des Seefahrers und gehen auf Spurensuche portugiesischer Seemänner. Bei einem Spaziergang durch Lagos schlendern wir am Hafen entlang und gedenken in der barocken Kirche des heiligen Antonius den vielen Seeleuten, die hier schon im 15. Jahrhundert die Expeditionsschiffe nach Afrika bestiegen.

Kaum haben wir dem Gotteshaus den Rücken gekehrt und sind wieder in der Gegenwart angekommen, zieht es uns weiter zu den bizarren Felsformationen der Ponta da Piedade, bis wir schließlich am berühmten „Fim do Mundo“, dem portugiesischen Ende der Welt, angekommen sind. Wahnsinn! Ich meine, wer kann schon von sich behaupten, das Ende der Welt gesehen zu haben?

Natur pur

Am nächsten Morgen brechen wir nach Lissabon auf. Wir fahren an gelb und grün leuchtenden Hügellandschaften des Alentejos, duftenden Sonnenblumenfeldern, blitzweißen Dörfern und Korkeneichenwäldern vorbei, knipsen unendlich viele Fotos und können uns gar nicht sattsehen an Portugals traumhafter Natur. Unterwegs halten wir an, statten einer traditionellen Keramikfabrik in Azeitão und der maurischen Festung in Palmela einen kulturellen Besuch ab und genießen den Ausblick über die Küste bei Setúbal. Das wird sicher aufregend!

Lissabon – die Perle Portugals

Endlich in Lissabon angekommen, weiß ich womöglich gar nicht, wohin ich zuerst blicken, geschweige denn, welches der vielen Bauwerke ich zuerst betrachten soll – ein Glück gibt es da noch unsere Reiseleiterin! Links und rechts erstrecken sich kleine gemütliche Gassen, hier und da kann man Straßenmusikern ihren Liedern lauschen, Restaurants und Bars locken mit kulinarischen Köstlichkeiten und nicht weit entfernt ruft das Meer mit seinen vielen Goldstränden. Es erwarten uns außerdem das Marinemuseum im Stadtteil Belém, das Hieronymitenkloster, die alten Seebäder Cascais und Estoril und das Cabo da Roca, der westlichste Punkt des europäischen Festlands. Doch insbesondere freue ich mich schon auf das Castelo de São Jorge, von dem man – so habe ich gehört – einen wunderschönen Blick über die Dächer der Stadt hat. Natürlich darf ich mir auch eine Fahrt in der historischen Straßenbahn Tram 28 keinesfalls entgehen lassen. Ein absolutes Muss in der größten Stadt Portugals!

Lissabon Ausblick
Über den Dächern Lissabons

Aveiro, Porto, Vila Real und Coimbra

Die nächsten Tage geht es für uns weiter nach Aveiro, Porto, Vila Real und Coimbra. Dort lassen wir uns vom portugiesischen Flair mit seinen hübschen, mit Geranien geschmückten Gassen und Windmühlen verzaubern, trinken Portwein und besichtigen weitere Schätze des Landes. Als alte Kunststudentin freue ich mich vor allem auf das Kloster von Alcobaça und die barocken Holzschnitzereien der São-Francisco Kirche in Porto, die ich vorher nur aus Büchern kannte. Aufregend wird sicher auch die Bootsfahrt von Ribeira über den Douro nach Vila Nova de Gaia! Ob es an meinem Sternzeichen Fische liegt, dass ich das Meer und die See so liebe?

Park in Aveiro
Park in Aveiro

Der Norden Portugals ist vor allem von seinen sprudelnden Thermalquellen, alten Burgen und der subtropischen Pflanzenvielfalt geprägt. Nach einem gemütlichen Spaziergang durch die Altstadt von Braga geht es für uns hoch hinaus zur Wallfahrtskirche Bom Jesus. Ich habe die Wahl zwischen 600 Stufen laufen oder die Zahnradbahn benutzen – noch bin ich hin- und hergerissen! In Coimbra gehen wir dem Ursprung des Portweins auf die Spur und genehmigen uns einen Schluck des edlen Tropfens. Anschließend dürfen wir in der barocken Bibliothek stöbern – da geht mein Bücherherz auf!

Die Christusritterburg in Tomar

Mittlerweile ist schon der vorletzte Tag meiner Studienreise gekommen. Doch das bedeutet noch lange nicht, dass das Abenteuer Portugal schon vorbei ist! In Tomar stürzen wir uns in die geheimnisvolle Welt der Templer und besichtigen ihre alte, mit dämonenhaften Skulpturen und christlichen Symbolen versehene Burg. Zwar werde ich abends bestimmt erschöpft sein von so viel Mystik und Ereignissen in die Vergangenheit, Laufen und Staunen in den letzten Tagen, dennoch kann ich es kaum abwarten, die Stadt auf eigene Faust weiter zu erkunden und die schönsten Plätze zu erforschen.

Portugal
Portugal, Blick aus Meer

Évora

Noch bevor wir wieder die Heimreise antreten und uns schweren Herzens von der Algarve verabschieden müssen, wartet die UNESCO-Welterbestätte Évora auf uns. Im römischen Dianatempel, der gotischen Kathedrale und dem in manuelinischer Gotik gehaltenem Franziskanerkloster kommen wir noch einmal der Geschichte und Kultur Portugals näher. Hier halte ich dann ein letztes Mal die vielen Momente und Eindrücke bildlich fest, die mich mein Leben lang an diese aufregende Reise erinnern werden. Bei landestypischer Küche lassen meine Reisegruppe und ich unseren letzten Abend gemütlich ausklingen, bis es schließlich an der Zeit ist, die Koffer zu packen und zurück nach Hause zu fliegen.

Évora
Architektonische Überreste in Évora

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Portugal – Höhepunkte im Land der Seefahrer
3 Termine 2017
12 Tage
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