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Kloster Senanque im Lavendelfeld

Wanderreise in die Provence – nicht nur Lavendelfelder

Die Provence im Überblick

Die Provence im Südosten Frankreichs 🇫🇷 ist ein vielseitiges, besonders abwechslungsreiches und beliebtes Reiseziel. Wenn man sich die Provence vorstellt, hat man sofort die typischen Lavendelfelder vor Augen, die im satten Lila strahlen, aber die Provence zeichnet sich durch viele andere Sehenswürdigkeiten und Naturwunder aus. Darüber später mehr. Sie ist für die Liebhaber Frankreichs die schönste Region des Landes und hat in der Vergangenheit große Künstler – u.a. Vincent van Gogh, Cezanne, Picasso, Matisse, Chagall – in ihren Bann gezogen. Auch mich begeistert die Provence jedesmal aufs Neue, denn die Region verzaubert mit einer tollen Mischung aus Kultur, Natur und französischer Lebensart. Für Wanderer ergeben sich viele Möglichkeiten, sich sportlich und aktiv zu betätigen und die Gegend zwischen Mittelmeer, Rhone und Seealpen zu erkunden.

Wanderreise in die Provence
Gordes
Gordes

Die wunderschöne Landschaft und die atemberaubende Aussicht, meist hervorragendes Wetter mit Sonnenschein und blauem Himmel und die gut gepflegten Wanderwege und Wegweiser machen die Provence zu einer beliebten Destination für Wanderer, die von Jahr zu Jahr immer beliebter wird. Trotzdem wird man feststellen, dass viele Wege extrem ruhig sind und man die schöne Aussicht quasi für sich allein hat. Wo genau das ist, das verraten wir jetzt. Wir zeigen Routen, die für Anfänger bis hin zu fortgeschrittenen Wanderern gut geeignet sind.

Notre-Dame de la Garde
Marseille – Notre-Dame de la Garde

Vom Meeresklippen-Wandern im Naturparadies Calanques, rund um bizarre Felsformationen hin zu tiefen Schluchten. Klingt spannend? Ist es auch! Worauf warten Sie also noch? Allez, allez!

Wanderung zu den Meeresklippen der Calanques

Dauer: etwa 4 Stunden / circa 13 Kilometer 🏃

Calanque
Calanque

Diese Wanderung ist landschaftlich einfach nur ein Traum. Kurz zum Verständnis: Die Calanques sind bis zu 300 Meter hohe Kalksteinklippen an der Mittelmeerküste und befinden sich in der Provence zwischen Marseille und Cassis. Unser Tipp: Fotoapparat nicht vergessen! Sie werden es nicht bereuen. Die Tour ist mittel-schwierig und eine gute Grundkondition ist ratsam, an einigen Stellen ist aufgrund des Gerölls Trittsicherheit gefragt. Gutes Schuhwerk ist hier also unabdingbar. Die Rund-Tour startet und endet bei Cassis. Wenn Sie sich immer an der weiß-roten Kreuz Markierung des GR -Fernwanderwegenetz halten, können Sie den Weg nicht verfehlen. Lohnenswert ist ein kleiner Abstecher zur Calanque de Port-Pin, allerdings bedeutet das ein paar Extra-Kilometer sowie einen recht steilen Ab- und Aufstieg, um wieder zum eigentlichen Wanderweg zu gelangen. Entlang des Weges bietet sich die Möglichkeit zum Baden, Badesachen also nicht vergessen!

Wer nicht den kompletten Weg gehen möchte, kann eine Kombination aus Wanderung und Bootsfahrt wählen. Per Boot in die Calanques d’En-Vau und per Pedes wieder zurück zum Hafen von Cassis. Sie haben die Wahl!

Calanque
Calanque

Wanderung durch die Verdon-Schlucht bei Rougon

Dauer: etwa 6 Stunden / rund 11,5 Kilometer 🏃

Verdon
Verdon

Diese Wanderung durch den Grand Canyon Frankreichs – eine der größten und schönsten Schluchten Europas – gehört zu den schwierigsten der Verdon-Region und setzt sowohl eine körperliche Fitness als auch Wandererfahrung voraus. Gut zu wissen: Dieser Weg sollte auf oder kurz nach dem Regen vermieden werden, da die Wege bei Nässe sehr rutschig werden können. Startpunkt der Wanderung ist das Chalet de la Maline, von dort aus nehmen Sie den rot-weiß markierten Weg GR4 bzw. der Beschilderung „Sentier Martel“. Zu Beginn geht es etwas bergabwärts, nach etwa vier Kilometern können Sie den Fluss Verdon erblicken. Anschließend geht es weiter, dem Flusslauf folgend, mit Blick auf die hohen Felsen, die die Schlucht säumen. Über eine Metalltreppe an der Felsspalte „Brèche d’Imbert“ geht es steil abwärts. ACHTUNG! Höhenangst kann hier hinderlich sein. Nach dieser Etappe haben Sie aber das „Schlimmste“ überstanden, jetzt folgt der einfachere Part der Wanderung. Der Weg verläuft nun meist durch einen schattigen Wald, was gerade an heißeren Tagen, sehr erholsam ist. Weiter geht es durch zwei unbeleuchtete Tunnel – einer ist circa 100 Meter lang, der andere etwa 700 Meter. Das nächste Highlight und gleichzeitig auch Ihr Ziel, der Point Sublime, ist nicht mehr weit entfernt. Hier werden Sie mit einer tollen Aussicht auf die Schlucht belohnt.

Schlucht von Verdon
Schlucht von Verdon – mit dem Kanu 🚣

Rundweg durch die Ockerfelsen von Rustrel

Dauer: etwa 1,5 Stunden / circa 4 Kilometer 🏃

Ockerfelsen
Ockerfelsen

Neben den Ockerfelsen von Roussillon gibt es noch die von Rustrel. Beide Felsformationen beeindrucken nicht nur mit ihrer Farbvielfalt, sondern vor allem auch durch ihre Farbintensität, wie auch schon der Name Ockerfelsen verrät leuchten die Felsen in einer Ocker/Orange Farbe. Und nirgends kann man das besser besichtigen, also bei einer kleinen Wanderung durch die Felsen. Der Rundweg ist nicht sonderlich anstrengend und somit auch perfekt für Urlauber mit Kindern. Der Weg ist allerdings schon etwas uneben, so dass die Mitnahme eines Kinderwagens leider nicht möglich ist. Gutes Schuhwerk sollten Sie ebenfalls dabeihaben, in Flipflops oder Sandalen macht es nur halb so viel Spaß. Der Weg ist gut ausgeschildert und Sie können sich hier nicht verlaufen. Nach rund einem Kilometer wartet das erste Farbspektakel „Le Sahara“ darauf, bewundert zu werden. Auf dem weiteren Weg wechseln sich Orange- und Rottöne ab. Zwei Aussichtspunkte – „Les Cheminées des fées“ (Die Schornsteine der Feen) und „Le Désert Blanc“ (Die weiße Wüste) – legen den Blick frei auf die bizarren Felsformationen von Rustrel. Trainierte Wanderer werden über diese Tour lachen, aber nicht jeder kommt mit einer guten Kondition zu einem Besuch in die Provence. Und diese Tour ist einfach perfekt für alle Anfänger und Spaziergänger unter Ihnen.

Ockerfelsen
Ockerfelsen

Die interessantesten Sehenswürdigkeiten in der Provence

Interessante Sehenswürdigkeiten hat der Südosten Frankreichs im Überfluss. Hier alle aufzuzählen, würde etwas den Rahmen sprengen. Ein paar unserer Provence-Highlights verraten wir aber gerne.

Ein Urlaub in der Provence ohne den Besuch der berühmten Lavendelfelder wäre ein großer Fehler. Aber VORSICHT!: So leer wie auf den Fotos sind die Felder selten. Touristen kommen sogar aus China angereist, nur um das perfekte Foto mit der Image-Pflanze schlechthin zu bekommen. Und: Anders als viele denken, wächst Lavendel nicht überall in der Provence und natürlich auch nicht das ganze Jahr über. Der Lavendel blüht nur von Mitte Juni bis Ende August – abhängig vom Klima, der Höhenlage des Anbaugebietes und der Lavendelart. Die prachtvollsten Lavendelfelder finden Sie u.a. rund um das kleine Dorf Valensole, in der Nähe der Verdon-Schlucht.

Abbaye de Senanque - Lavendelfelder
Kloster Senanque – Lavendelfelder
Lavendelfeld
Lavendelfeld

Und schon sind wir bei einem weiteren Highlight der Provence angekommen: Die Schluchten von Verdon – die Gorges du Verdon, wie sie in der Landessprache heißen – sind so etwas wie der französische Grand Canyon und obendrein noch ausgezeichnet mit dem Label Grand Site de France”. Das Besondere: Der türkisfarbene Fluss Verdon und die schroffen Kalksteinwände lassen die Schlucht zu jeder Tageszeit anders aussehen. Die Region eignet sich hervorragend für große und kleinere Wanderungen, Kletter-Touren oder für Wildwasser-Aktivitäten. Abenteuerlustige kommen hier voll auf ihre Kosten.

Ockerfelsen
Ockerfelsen

Nicht weniger eindrucksvoll und definitiv zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der Provence gehörend, sind die berühmten, farbintensiven Ockerfelsen von Roussillon. Unser Tipp: Kommen Sie nach Möglichkeit bei gutem Wetter her! Der Kontrast der orangefarbenen Felsen und des strahlend blauen Himmels ist besonders beeindruckend.

Schlucht von Verdon
Mit einem Kanu durch die Schlucht von Verdon 🚣

Neben all den Wunderwerken der Natur und antiken Bauwerken aus der römischen Epoche – allen voran die höchste Aquädukt-Brücke der antiken Welt, die Pont du Gard, dürfen die Städte der Provence natürlich nicht unerwähnt bleiben. Ob kosmopolitische Hafenstädte wie Marseille, Nizza, Saint-Tropez und Cannes mit all ihrem Glanz und Glamour oder historische und kulturelle Städte wie Nimes und Orange, das magische Arles – Vincent van Gogh lässt grüßen -, Avignon – die Stadt der Päpste – oder Aix-en-Provence – einen Abstecher oder auch längeren Aufenthalt haben alle mehr als verdient.  

Pont du Gard- Brücke
Pont du Gard – Brücke 

Die beste Reisezeit für eine Wanderung in der Provence

Die beste Jahreszeit für Wanderungen in der Provence ist der Frühling 🌷, oder am Ende der Sommersaison in den Herbst🍁, wenn die Temperaturen kühler sind und die Menschenmassen langsam verschwinden. Der Frühling ist eine gute Zeit für eine Wanderung, da die Tierwelt aus ihrem Winterschlaf erwacht und lebendig wird, die Blumen blühen und die Landschaft nimmt ein markantes Grün an.

Der Winter❄️ ist auch ein guter Zeitpunkt, um eine Wanderung zu unternehmen, da die kühlenden Temperaturen es ermöglichen, auch etwas anspruchsvollere Routen zu bewältigen.

Der Sommer ☀️ist in der Regel extrem warm und trocken, einige Wanderwege sind wegen der Waldbrandgefahr sogar gesperrt. Wenn Sie im Sommer eine Wanderung unternehmen möchten, dann machen Sie sich am besten ganz früh morgens auf den Weg, wenn es kühler ist, nehmen Sie viel Wasser mit und wählen nach Möglichkeit eine schattige Route.

Wichtige EinreiseinformationenBürger aus den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraumes und der Schweiz benötigen zur Einreise nach Frankreich, unabhängig von der Dauer des Aufenthaltes, lediglich einen gültigen Personalausweis. Dieser darf während der Dauer des Aufenthaltes nicht ablaufen. Also sicherheitshalber lieber vor der Abreise noch mal prüfen.

Hat Ihnen unser Wanderartikel zur Provence gefallen?😍 Haben Sie Fragen oder eigene Tipps für die Provence, dann lassen Sie doch einen Kommentar zurück. Vielen Dank 😊

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