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Die besten Wanderwege auf Chalkidiki

Chalki…, Chalkidi…, Chalkidiki. Genau, richtig, Chalkidiki. Ein Zungenbrecher, aber wo genau liegt dieses Chalkidiki eigentlich?

Im Norden Griechenlands, unweit von Thessaloniki, der zweitgrößten Stadt des Landes. Die Region ist die perfekte Destination für alle, die einen Bade-, mit Aktivurlaub verbinden möchten. Denn neben jeder Menge traumhaften Buchten und dem funkelnden, azurblauem Meer ist die Halbinsel im Norden Griechenlands vor allem eines: Wunderbar wanderbar!

Chalkidiki – Ein Überblick

Unberührte Natur, türkisfarbenes Meer, traumhafte Buchten und lange Sandstrände – die von Pinien und Zypressen bedeckte Halbinsel Chalkidiki weiß, wie sie ihre Besucher in den Bann zieht. Sie punktet mit Gaumenfreuden erster Klasse, wilder Schönheit, kultureller Vielfalt und einer breiten Auswahl an abwechslungsreichen Wanderwegen, die Sie zu den schönsten Fleckchen der Halbinsel bringen. Ja, manchmal lohnt es sich, den Mietwagen mal für einen Tag stehen zu lassen und diese Region in Nordgriechenland per Pedes zu erkunden.

Mit imposanten Gebirgszügen, einer endlosen Küste und gut ausgeschilderten Routen ist Chalkidiki ein ideales Wanderziel – sowohl für Einstiger als auch für erfahrene, eingefleischte Wandersleute. Über die letzten Jahre sind immer mehr Wanderwege entstanden, kurze und lange, leichte und anspruchsvolle. Da die richtige für sich zu finden, ist nicht so einfach.

Daher haben wir für Sie drei der schönsten Wanderungen ausgesucht – auf jedem „Finger“ eine: auf der Halbinsel Kassandra geht es durch ein Hochtal zur Schildkröten-Beobachtung zum Mavrobara-See, auf Sithonia erklimmen Sie den Berg Kapro und auf Athos wandern Sie so nah wie möglich an den autonomen Mönchstaat Athos wie möglich.

Polychrono-Route – Schildkröten-Beobachtung mit Panoramablick

Dauer: circa eine Stunde / etwa vier Kilometer

Diese Tour gleicht eher einem etwas anstrengenderen Spaziergang als einer richtigen Wanderung. Vom Küstenort Polychrono im östlichen Teil der Halbinsel Kassandra aus können sich Wanderbegeisterte auf den Weg zum See Mavrobara begeben. Die Route verläuft westlich in Richtung Inland und führt vorbei an Pinienwäldern und Klippen und eröffnet dabei immer wieder traumhafte Ausblicke auf das Meer. Die Wanderung ist auch perfekt auch für Beginner geeignet, denn auf breiten Wanderwegen geht es durch ein Hochtal, das von Sandsteinfelsen und einem Kiefernwald umgeben ist, direkt zum Ziel, dem Mavrobara-See. Hier tummeln sich drei verschiedene Arten von seltenen Schildkröten. Aber nicht nur Liebhaber dieser Panzertiere kommen hier auf ihre Kosten. Der See lädt generell zum Verweilen ein und ist der perfekte Spot für ein kleines – oder größeres – Picknick. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch eine kleine Quelle, an der die Wasservorräte für den bevorstehenden Rückweg wieder aufgefüllt werden können. Vorsicht beim Weg zurück ins Dorf: Die Route ist auch bei Mountainbikern sehr beliebt und nicht selten preschen diese die Wege mit hoher Geschwindigkeit runter.

Von Porto Koufo nach Kapro

Dauer: etwa 4 bis 5 Stunden / circa 10 Kilometer

Die Sithonia-Halbinsel ist vor allem für ihre Strände bekannt. Aber eine Wanderung  auf dem „mittleren Finger“ ist mindestens genauso schön als sich die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen. Und das Beste: Sie werden mit traumhaften Ausblicken belohnt. Also raus aus den Badesachen und rein in die Wanderschuhe. Ihre Tour startet am kleinen Naturhafen Porto Koufo an der Westküste. Auf Feldwegen führt sie hoch zum Berg Kapros an der Südspitze der Halbinsel. Von hier aus haben Sie eine tolle Aussicht auf die steilen Klippen entlang der Küste. Wenn Sie Glück haben und das Wetter es zulässt, können Sie während der Wanderung die Inselgruppe der Sporaden im Südwesten sehen. Der Wanderweg führt vorbei an einem kleinen See, Olivenhainen, einer kleinen Kapelle, Bauernhäusern und –höfen. Zwischendrin haben Sie immer wieder traumhafte Ausblicke auf das Meer und von der Kapelle aus, eine tolle Aussicht auf Porto Koufo. Nach etwa vier Stunden haben Sie das Ziel der Tour, den Gipfel des Berges Kapro, und somit den südlichsten Punkt von Sithonia erreicht.

Strand-Chalkidiki 

Von Ouranoupolis zur Athosgrenze

Dauer: etwa 2 Stunden / circa 6 Kilometer

Diese Wanderung beginnt am Strand von Ouranoupolis. Am Prophoriou Turm, der besterhaltendste auf ganz Chalkidiki, gehen Sie links vorbei bis Sie zu einem Parkplatz kommen. Der erste Teil der recht einfachen Wanderung führt immer am Meer entlang und bietet tolle Ausblicke auf das Wasser. Im späteren Verlauf führt die Route über einen Pfad zur Grenze der Mönchsrepublik Athos. Sie verläuft in Richtung Norden mehrere hundert Meter entlang der Grenzlinie. Nach mehreren hundert Metern – teils steile Klippen hinauf –  erreichen Sie die Ruine der Frangokastro-Burg und Sie befindet sich somit an am Grenzübergang zum autonomen Athos. Hinweisschilder weisen darauf hin, dass ein Visum benötigt wird, um überhaupt hineingelassen zu werden. Der Zutritt für Frauen ist dagegen nicht gestattet – ob mit Visum oder ohne. Durch Olivenhaine und einer alten Olivenplantage geht es zurück in Richtung Ouranoupolis. Nach der Wanderung empfehlen wir Ihnen unbedingt in eine typisch griechische Taverne einzukehren. Keine Sorge: Hier dürfen natürlich auch Frauen rein.

Chalkidiki
Prophoriou Turm-Chalkidiki

Die interessantesten Sehenswürdigkeiten auf Chalkidiki

Chalkidki punktet mit enorm vielen Sehenswürdigkeiten. Bei einem Besuch werden Sie – auch mit guter Planung – bei weitem nicht alles besuchen können. Stellen Sie sich also schon mal auf einen zweiten Aufenthalt ein, oder einen dritten, oder einen vierten.

Chalkidiki und hier besonders der mittlere „Finger“ Sithonia ist bekannt für seine zahlreichen Sandstrände. Perfekt zum Sonnenbaden und Entspannen. Einer der bekanntesten und schönsten ist der Orange Beach an der Ostküste. Auch wenn sich hier mittlerweile viele Touristen hin verirren, überfüllt ist es hier eigentlich nie. Besonders toll: Von hier aus haben Chalkidiki-Besucher einen fantastischen Blick auf den Berg Athos und die gleichnamige Nachbar-Halbinsel.

Chalkidiki
Glasklare Wasserqualität

Auch kulturell muss Chalkidiki sich nicht verstecken, ganz im Gegenteil. Besonders schön ist der Besuch des Aristoteles Parks. Der Freizeitpark liegt in einer wunderschönen Gegend mit herrlichem Blick auf den Golf von Ierissos und die gesamte Halbinsel von Athos. Er ist – wie es der Name schon erahnen lässt – dem berühmten griechischen Philosophen Aristoteles gewidmet. Hier gibt es eine Reihe interessanter Instrumente, die wichtige Phänomene veranschaulichen, die der große Philosoph zu Lebzeiten untersucht hat, wie etwa ein Prisma, Klangstäbe, ein Kompass, eine Sonnenuhr und ein Pendel.

Berg Athos

Neben der tollen Natur und den kulturellen Highlights gibt es auf der Halbinsel auch ein paar sehenswerte Städte. Allen voran natürlich die zweitgrößte Stadt Griechenlands, Thessaloniki. Wenn Sie mit dem Flugzeug angereist sind, konnten Sie die Multi-Kulti-Metropole aus der Luft bewundern. Noch heute lassen sich hier viele Zeugnisse der Stadtgeschichte bestaunen: Der weiße Turm, der Palast mit Triumphbogen aus dem vierten Jahrhundert, das jüdische Museum oder das Haus des von Atatürk sind nur ein paar Beispiele. Die multikulturellen Einflüsse in Thessaloniki brachten eine alternative und avantgardistische Szene hervor – die sorgt unter anderem für trendiges Nachtleben.

Und „last but not least“: Was bei einem Urlaub auf Chalkidiki natürlich auf keinen Fall fehlen darf, ist der Besuch des „dritten Fingers“ Athos und des gleichnamigen 2.033 Meter hohen Berges und der umliegenden Mönchrepublik Athos. Unser Tipp: Machen Sie eine Bootstour von einem der benachbarten kleinen Häfen. Vom Wasser aus haben Sie einen einzigartigen Ausblick auf das UNESCO-Weltkulturerbe.

Kloster Rossikon

Weitere Sehenswürdigkeiten finden Sie in diesem Blogbeitrag: (Link zum Artikel „Chalkidiki – Allgemein).

Die beste Reisezeit für eine Wanderung auf Chalkidiki

Die beste Reisezeit für eine Wanderung auf Chalkidiki

Wie auch in vielen anderen Regionen am Mittelmeer findet man an der Küste von Chalkidiki ein typisch mediterranes Klima vor. Im Winter – etwa von November bis Februar – regnet es sehr häufig und die Temperaturen können auch hier auf unter zehn Grad fallen, kühler wird es jedoch selten. Im Sommer zeigt das Thermometer nicht selten Werte oberhalb der 30 Grad Marke an. Perfekt für einen Strandurlaub, nicht jedoch ideal, um die Gegend an der Ägäis laufend zu erkunden. Eine der schönsten Jahreszeiten für einen Wanderurlaub beginnt bereits im März, in der Blütezeit Chalkidikis. Die Region südöstlich von Thessaloniki zeigt sich da nämlich von ihrer schönsten, farbenfrohen Seite. Neben dem Frühjahr bietet sich auch der Herbst – etwa ab September/Oktober –  für ausgiebige Wandertouren an. Die Temperaturen sinken auf Anfang/Mitte zwanzig Grad und Chalkidiki zeigt sich von einer weiteren farbenreichen Seite. Nicht leuchtend wie im Frühjahr, sondern eher golden-braun.

Wichtige Einreiseinformationen

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Griechenland kein extra Visum. Ein gültiger Personalausweis oder ein Reisepass reicht vollkommen aus. Auf jeden Fall aber vorher noch mal die Gültigkeit überprüfen.

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