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Insel Blend

Die besten Wanderwege in Slowenien

Unter Aktivreisenden gilt das Land zwischen Alpen und Adria als ganzjähriger Outdoor-Spielplatz. Besonders die Alpenregion mit dem schneebedeckten Triglav und den tiefblauen Naturseen in Bled und Bohinj präsentiert sich als Paradies für Sportler und Naturfreaks. Slowenien überrascht als Wanderdestination mit einer Vielfalt an Routen: Rund 10.000 Kilometer markierte Wege und 150 Zweitausender lassen Wanderfreunde aufjauchzen. Neben der bekannten grenzüberschreitenden Via Alpina zählt vor allem der 83.807 Hektar große Triglav-Nationalpark als eines der größten europäischen Naturreservoirs zu den Highlights. Sattgrüne Alpenwiesen mit gemütlichen Holzhütten, grüne Bergseen, -bäche und -flüsse mit steilen Wasserfällen und die schroffen Kalkgipfel des Hochgebirges runden das beeindruckende Naturpanorama ab.

Slowenien - Alpen
Slowenien – Alpen
Slowenien - Alpen
Slowenien – Alpen

🇸🇮 Slowenien – Ein Überblick

Die unberührte Natur ist in Slowenien von jedem Punkt aus binnen weniger Minuten zu erreichen. Daher überrascht es nicht, dass die Einheimischen so begeisterte Wanderer sind. Und nicht nur das – der Slowenische Alpenverein ist die größte Freiwilligenorganisation des Landes. Sie sorgt nicht nur für die Instandhaltung der Wanderwege, sondern bildet auch hervorragende Bergführer aus.

Alpengipfel mit über 2.500 m, Wälder im Mittelgebirge auf einer Höhe von 1.400 m, Weinberge auf einer Höhe von 200 m über dem Meeresspiegel – all dies können Sie in Slowenien an nur einem Tag erleben. Das Geräusch des Windes in den Alpen, das Rauschen der Wasserfälle, das Plätschern von Gebirgsbächen, das Wiegen der Äste und die weiten Wiesen voller Blumen. Klingt traumhaft?! Ist es auch! Überzeugen Sie sich selbst!

Slowenien
Slowenien

Wir haben für Sie drei tolle Wanderungen heraus gesucht, die es in sich haben. Ein altes Sprichwort besagt, dass jeder Slowene mindestens einmal im Leben auf dem Triglav gewesen sein muss. Stellen Sie sich doch auch dieser Herausforderung? Oder wie wäre es mit einem Fernwanderweg? Sowohl der Alpe-Adria-Trail als auch der Weg des Friedens führt mehrere Tage durch die malerische Landschaft Sloweniens. Wir möchten jetzt nicht in Ihrer Haut stecken. Bei so viel Auswahl fällt die Entscheidung nicht leicht.

🏔 Ab auf den höchsten Gipfel – Die Triglav-Besteigung

Dauer: 3 Tage / rund 38 Kilometer

Vorneweg: Der Aufstieg auf den höchsten Gipfel Sloweniens, den Triglav, kann stellenweise sehr anspruchsvoll sein. Die Wanderung ist daher nur für erfahrene Reisende mit genügend Ausdauer geeignet. Der Triglav ist 2.864 Meter hoch und bedeutet zu Deutsch „Dreikopf“. Der Legende nach wacht er mit einem Haupt über den Himmel, mit dem zweiten über die Erde und mit dem dritten über die Unterwelt. Bei den Einheimischen gilt er als Schicksalsberg und ziert sogar die slowenische Flagge. Die 3-Tage-Wanderung, die in der Ortschaft Stara Fužina am See beginnt, führt durch das Voje-Tal auf die Bergweide Velo polje und zur Berghütte Planika und dann auf den Gipfel des Triglav. Danach geht es weiter zum Pass Dolic und durch das außergewöhnliche Tal der sieben Triglav-Seen über die steile Komarča-Wand zurück zum See von Bohinj. Gut zu wissen: Wer den anspruchsvollen Anstieg bewältigt hat, belohnt sich mit einem Ritual. Ein Foto neben dem 1895 errichteten Aljaž-Turm ist obligatorisch, Erstbesteiger bekommen mit einem Seil zwei bis drei leichte „Schläge“ auf den Allerwertesten. Na, haben Sie Lust bekommen?

Slowenien - Alpen
Slowenien – Alpen

🏔 Slowenischer Teil des Alpe-Adria-Trails

Dauer: 13 Tage / circa 245 Kilometer

Der 2012 ins Leben gerufene Alpe-Adria-Trail gehört zu den populärsten Wanderwegen Europas und präsentiert sich auf insgesamt 690 Kilometern auf 43 Etappen als abwechslungsreiche, grenz-überschreitende Entdeckungsreise durch drei Länder und drei Kulturen: Vom Fuße des Großglockners in Österreich (3.798 Meter) über die slowenischen Alpen bis an die italienische Adriaküste können Wanderer beeindruckende Naturschauspiele, alpine Wasserabenteuer sowie eine faszinierende Tier- und Pflanzenwelt genießen. Die insgesamt 13 in Slowenien gelegenen Etappen des Alpe-Adria-Trails starten im berühmten Ski-Weltcup-Ort Kranjska Gora. Die Wegstrecke folgt dem Gebirgsfluss Soča. Es geht über den höchstgelegenen Straßenpass Sloweniens, den Vršič und weiter nach Bovec. Hier präsentiert sich das unberührte Sočatal, ein Juwel mit zahlreichen Naturschauspielen wie Wasserfällen, Höhlen und abgelegenen Flusstälern. Schließlich erreichen Trekkingfreunde den Ort Kobarid mit seinem Kulturerbe aus dem Ersten Weltkrieg, und Tolmin. Im äußersten Westen Sloweniens durchquert der Wanderweg das Gebiet Goriška Brda, wo die jahrhundertelange Tradition des Weinbaus noch heute lebendig ist. Der slowenische Teil des Alpe-Adria-Trails endet östlich von Triest im Karst, wo das über 430 Jahre alte, weitbekannte Gestüt und Pferdesportzentrum Lipica ein abschließendes Highlight bildet. Wer nicht den kompletten Teil des Fernwanderweges laufen möchte, sucht sich einfach eine oder zwei Etappen des slowenischen Parts aus. Besonders schön ist gleich die erste Etappe von Trenta nach Bovec (21 Kilometer/6 Stunden).

Slowenien - Alpen
Slowenien – Alpen

🌿 Der Weg des Friedens

Dauer: 5 Etappen in Slowenien / insgesamt 230 Kilometer (einschließlich Italien)

Der 230 Kilometer lange „Weg des Friedens“ verbindet das Erbe der Isonzo-Front (slowenisch: Soča-Front) mit den Natursehenswürdigkeiten von Zgornje Posočje – an malerischen Orten, abgeschiedenen Dörfern und offenen Feuerstellen vorbei. Er ist dem Gedenken der zahlreichen Opfer des Ersten Weltkrieges gewidmet und gilt als Mahnmal zerstörerischer Kriege. Auf dem historischen Weg entlang des Soča-Flusses gibt es Gebiete zu entdecken, die Schauplatz zahlreicher Schlachten waren. Im Gebiet zwischen Log pod Mangartom, beim Eingang in den Bergwerkstollen und am Freilichtmusem Mengore bei Most na Soči sind die wichtigsten Überreste und Gedenktafeln der Soča-Front vereint – u.a. Schützengräben und Bunker. Der markierte Pfad ist in fünf unterschiedlich lange sowie anspruchsvolle Abschnitte aufgeteilt und verläuft auf bereits bestehenden Berg- und Touristenwegen. Übernachtet werden kann in den Ortschaften am Start- und Endpunkt der fünf Etappen oder in der Berghütte Kuhinja. Der Weg des Friedens von den Alpen bis zur Adria dient erfahrenen Wanderern auch als Ausgangspunkt in die nähere Bergwelt und ist ebenso für Bergsteiger und Radfahrer geeignet. Wegen seiner Mission und seiner Hommage an den Frieden steht der Weg auch auf der Vorschlagsliste für das UNESCO-Welterbe. Also: Daumen drücken! Und vorher am besten selbst ein Bild machen.

Slowenien - Alpen
Slowenien – Alpen

Die interessantesten Sehenswürdigkeiten in Slowenien

Eindrucksvoll präsentieren sich Sloweniens „Unterwelten“: Der Karst im Regionalpark Škocjanske jame ist Namensgeber für ausgehöhltes, aus Kalkstein bestehendes Gelände überall auf der Welt. Der 413 Hektar große Park besticht vor allem durch die Höhlen von Škocjan, ein verflochtenes System von elf Höhlen, Einsturzdolinen, Flußschwinden, Naturbrücken und weiteren Karsterscheinungen. Aufgrund ihrer Einzigartigkeit haben die Höhlen – das weltweit größte unterirdische Feuchtgebiet – eine besondere Bedeutung für das Natur- und Kulturerbe und wurden bereits 1986 in die UNESCO-Weltnaturerbeliste aufgenommen.

Neben dem Regionalpark Karst zieht auch die nahegelegene Höhle von Postojna Besucher seit Jahren in ihren Bann. Das System von 24 Kilometer langen, mit Tropfsteinen geschmückten Gängen, Galerien und Hallen ist die am meisten besuchte Schauhöhle Europas und die größte Touristenattraktion Sloweniens. Bereits 1872 wurden in der Höhle Gleise und zwölf Jahre später Stromleitungen verlegt. Heute können Interessierte die Höhle auf einer Zugfahrt besichtigen und

dank eines ausgeklügelten Beleuchtungssystems die monumentale unterirdische Welt der Stalagmiten, Stalaktiten sowie Stalagnaten und die geologische Vergangenheit bewundern.

Slowenien punktet natürlich auch mit tollen Städten. Allen voran die quirlige Hauptstadt Ljubjana. Die 275.000-Einwohner-Metropole verfügt über eine pittoreske Altstadt, über der die mittelalterliche Burg malerisch thront, verspielte Jugendstilhäuser und unzählige Cafés am Ufer des Flusses Ljubljanica – alles groß genug, um einer Hauptstadt gerecht zu werden, aber auch klein genug, um die Individualität der Bewohner und die Seele der Stadt wirken zu lassen. Aber auch Sloweniens zweitgrößtes urbanes Zentrum und ehemalige Kulturhauptstadt Europas Maribor, das sich in einem der besten Weinanbaugebiete des Landes befindet, muss sich nicht verstecken. Das Städtchen Koper wurde im letzten Jahr zum Europäischen Spitzenreiseziel gewählt und auch Kranj, Mittelpunkt der slowenischen Alpen und Novo mesto, gelegen in der Weinregion, lohnen unbedingt einen Abstecher.

Ein weiteres Highlight in Slowenien ist das malerische Gestüt Lipica. Hier schlagen besonders die Herzen aller Pferde-Freunde höher, denn Lipica ist die Heimat der berühmten Lippizaner-Pferde, die besonders für ihre Lernfähigkeit berühmt sind.

Lippizaner-Pferde
Lippizaner-Pferde

Die beste Reisezeit für eine Wanderung in Slowenien

Keine Frage: Der Herbst🍂 ist die schönste Zeit zum Wandern in Slowenien. Die bunt gefärbten Wälder🌲, die gelben Lärchen, der blaue Himmel und die weißen Kalksteinfelsen sind unvergessene Bilder, die Wanderer wieder zurück ins Tal nehmen. Der Winter❄️, wenn die Tage spürbar kürzer werden, eignet sich am besten für Wanderungen im Mittelgebirge und in den Tiefebenen. In den Wintermonaten kann man sich auch hervorragend auf einen der vielen Themenwege begeben. Das Frühjahr 🌷ist auch in Slowenien die Zeit, in der die Natur erwacht. Da im Hochgebirge jedoch noch eine dicke Schneedecke liegt, ist es die richtige Zeit für Wanderungen im Mittelgebirge. Der Sommer☀️ ist ideal, um Wanderungen im Hochgebirge zu unternehmen, da ab Juni der meiste Schnee bereits geschmolzen ist. Sie merken, in Slowenien können Sie zu jeder Jahreszeit wandern. Es kommt nur darauf an, wo.

Wichtige Einreiseinformationen

Slowenien gehört seit 2004 zur Europäischen Union, deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise daher kein extra Visum, sondern lediglich einen gültigen Personalausweis oder Reisepass.

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